Jahresrückblick Waldenbuch

Die Einzelfallhilfe und Beratung in der Schulsozialarbeit spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Schüler:innen in verschiedenen Lebenslagen. In der Oskar-Schwenk-Schule haben junge Menschen die Möglichkeit, das altbewährte Beratungsangebot in einem nicht ganz typischen, neuen Setting zu wagen und zu erleben. Eine große Rolle spielen dabei vier mittelgroße, verschieden farbige und recht flauschige Zeitgenossen, die Alpakas „Lotte“, „Franz“, „Walter“ und „Josef“.

Alpakas sind bekannt für ihre ruhige, sanfte und auch sehr vorsichtige und zurückhaltende Art. Ihre Anwesenheit wirkt beruhigend und sie geben prompt und wertfrei eine Rückmeldung über das eigene Verhalten und Auftreten. So bieten sie viel Anlass sich selbst zu reflektieren. Durch den Umgang mit den Tieren lernen die Schüler:innen Verantwortung zu übernehmen, ihre Emotionen zu regulieren, Selbstwirksamkeit zu erleben und soziale Kompetenzen zu stärken.

Wir können die Alpakas durch eine Kooperation der Schule in unserer Arbeit nutzen. Dadurch, dass die Alpakas nicht direkt an der Schule wohnen, kann bei uns in der Schulsozialarbeit ein wertvolles Setting losgelöst vom normalen Schulalltag genutzt werden. Dabei haben die jungen Menschen die Möglichkeit sich neue Räume zu erschließen, das Sprechen über emotional besetzte Themen kann im gemeinsamen Tun erfolgen. So werden zusätzliche Barrieren abgebaut und gemeinsam im Tierkontakt mit Gummistiefeln und mit Heu in den Haaren können neue Lösungswege, Perspektiven und Ideen entdeckt werden. Die Integration von Alpakas in therapeutische Angebote bietet einen bedeutenden Mehrwert, weil damit das Wohlbefinden der jungen Menschen gestärkt und gleichzeitig soziale und emotionale Fähigkeiten gefördert werden.

Klettertraining: In Kooperation mit den Lehrkräften der Schule bieten wir seitdem „Schnupperstunden“ für Schulklassen an, vom Bouldern mit Drittklässlern bis zum Seilklettern mit den Zehntklässlern. Auch Gruppentrainings (z.B. mit Schüler:innen der VKL) mit mehreren Terminen und gruppenpädagogischen Inhalten konnten wir durchführen. Ein gemeinsames Klettertraining in einer festen Gruppe von neun Jugendlichen an zehn Terminen war ein weiterer, innovativer Ansatz in der Jugendarbeit. Denn das Klettertraining spricht im Rahmen eines sportlichen, außerschulischen Settings die körperliche und auch die geistige Entwicklung an, indem es nämlich Selbstvertrauen, Problemlösungsverhalten und Teamarbeit stärkt.